Wer komplexere Veranstaltungen evaluiert, kennt die Herausforderung: Sie möchten alle Aspekte der Veranstaltung erfassen, aber wenn Sie Ihre Teilnehmenden mit zu vielen einzelnen Umfragen belasten, sinkt sowohl die Akzeptanz der Evaluation als auch die Rücklaufquote. Außerdem lässt sich nur schwer ein Gesamtbild erstellen.
Genau hier setzen Modulumfragen in evasys an.
Mit der Funktion „Modulevaluation” lassen sich mehrere Einzelbefragungen auf einem dynamischen Modulfragebogen zusammenführen. Dabei wird für jedes Modulteil ein eigener, spezifischer Fragebogenteil in den Gesamtfragebogen eingefügt. Nach der Durchführung der Modulumfrage stehen sowohl eine Auswertung für das Gesamtmodul als auch separate Auswertungen für die einzelnen Bestandteile zur Verfügung.
Was ist eine Modulumfrage?
Eine Modulumfrage ist eine Befragung, bei der mehrere inhaltlich zusammengehörige Teile in einem gemeinsamen Fragebogen kombiniert werden. Die Teilnehmenden füllen dadurch nur eine Umfrage aus, können darin aber beispielsweise verschiedene Lehrveranstaltungen, Referent*innen, Trainingsmodule oder Sessions einzeln bewerten.
In evasys wird dafür die Funktion Modulevaluation genutzt. Für jeden Modulteil kann ein eigener Fragebogenteil hinterlegt werden. Nach Abschluss der Befragung stehen sowohl eine Gesamtauswertung für das Modul als auch separate Auswertungen für einzelne Modulteile zur Verfügung. So lässt sich z. B. ein Weiterbildungsprogramm mit mehreren Trainer*innen gemeinsam evaluieren, ohne auf differenzierte Ergebnisse für die einzelnen Veranstaltungen verzichten zu müssen.
Modulumfrage oder mehrere Einzelumfragen?
Ob eine Modulumfrage sinnvoller ist als mehrere Einzelbefragungen, hängt vor allem davon ab, wie stark die einzelnen Bereiche zusammengehören.
Mehrere Einzelumfragen eignen sich, wenn Veranstaltungen unabhängig voneinander stattfinden, unterschiedliche Zielgruppen haben oder zu deutlich unterschiedlichen Zeitpunkten bewertet werden sollen.
Eine Modulumfrage eignet sich, wenn dieselben Teilnehmenden mehrere zusammengehörige Bestandteile bewerten und die Ergebnisse sowohl im Gesamtzusammenhang als auch einzeln betrachtet werden sollen.
Beispiel: Ein Modul besteht aus einer Vorlesung, einem Seminar und einer Übung. Statt für jede Veranstaltung eine separate Lehrevaluation zu versenden, können alle drei Bestandteile in einem Modulfragebogen zusammengeführt werden. Die Studierenden nehmen nur einmal teil, während die Verantwortlichen weiterhin differenzierte Ergebnisse erhalten.
Modulumfragen lohnen sich immer dann, wenn mehrere Einheiten inhaltlich oder organisatorisch zusammengehören, aber dennoch einzeln bewertet werden sollen. Typische Situationen sind:
- modularisierte Studiengänge und Lehrveranstaltungen
- Weiterbildungsprogramme mit mehreren Trainerinnen oder Referentinnen
- Veranstaltungsreihen mit mehreren Programmpunkten
- Konferenzen mit verschiedenen Sessions
- mehrteilige Schulungen und Trainings
- Projekte mit mehreren zusammengehörigen Evaluationsgegenständen
Besonders hilfreich sind Modulumfragen, wenn Teilnehmende ansonsten mehrere ähnliche Fragebögen nacheinander ausfüllen müssten.
So setzen Sie Modulumfragen in evasys um
Die Einrichtung der Modulevaluation bedarf ein wenig Vorarbeit. Zunächst werden die Einzelfragebögen erstellt, die spezifisch für jede “Modulteilart” die passenden Fragen enthalten (zum Beispiel “Fragen zu Lehrenden” oder “Allgemeine Fragen zur Veranstaltung”). Diese Fragebögen werden anschließend mit den passenden Themen- oder Lehrveranstaltungsarten verknüpft. Danach werden im Teilbereich die Module angelegt, denen sich dann die einzelnen Modulteile hinzufügen lassen. Für jeden Modulteil wird dabei der passende Fragebogenteil und die Reportempfänger definiert.
Module lassen sich, wie andere Strukturdaten auch, importieren. Beim Import muss die Zuordnung der Empfänger*innen für die Auswertungen der jeweiligen Modulteile über die externe ID erfolgen. Dafür wird die Spalte SECONDARY_INSTRUCTOR_EXTERNAL_IDS verwendet.
Anschließend können Sie die Modulumfragen generieren. Dabei wird dann der Gesamtfragebogen, der alle Teilfragebögen enthält, generiert. Modulumfragen werden im Weiteren genau wie “normale” Umfragen durchgeführt.
Warum Modulumfragen hilfreich sein können
Der größte Vorteil liegt in der Verbindung von einfacher Teilnahme und differenzierter Auswertung. Statt mehrere einzelne Umfragen zu erhalten, füllen Teilnehmende nur einen zusammenhängenden Fragebogen aus. Das reduziert die Hürde zur Teilnahme und sorgt für einen einfacheren Befragungsprozess.
Auf der Auswertungsseite entsteht gleichzeitig mehr Struktur: Neben der Gesamtauswertung für das Modul sind auch Berichte für die einzelnen Bestandteile möglich. Das hilft besonders dann, wenn verschiedene verantwortliche Personen beteiligt sind und Rückmeldungen nicht nur gesammelt, sondern gezielt weitergegeben werden sollen.
Der erste Modulteilfragebogen vererbt Eigenschaften an die weiteren Teilfragebögen des Moduls. Er bestimmt unter anderem Schriftart, Standard-Schriftgröße, Layout, Farbschema und Fragennummerierung. Es lohnt sich deshalb, die Reihenfolge der Teilfragebögen bewusst zu planen. Die Reihenfolge der Modulteile lässt sich beim Anlegen oder in der Importdatei festlegen.
Ein separater Abschnitt für allgemeine Fragen ist sehr sinnvoll, wenn bestimmte Punkte nicht in jedem Modulteil erneut gestellt werden sollen. So bleibt der Fragebogen kompakter und redundante Fragen werden vermieden. Dabei gibt es aber eine Einschränkung: Eine Untergruppenauswertung auf Basis der Informationen aus dem allgemeinen Teil ist nur für den gesamten Fragebogen beziehungsweise die gesamte Umfrage möglich.
Es ist hilfreich, bei der Bewertung von Personen deren Namen in der Bezeichnung des Modulteils mitzuführen. Das erleichtert Teilnehmenden die Identifizierung, wen sie eigentlich gerade bewerten. Für die Auswertung als zum Beispiel “Dozierendenprofil” ist es zudem nützlich, Namen und eindeutige ID der bewerteten Person in einem Zusatzfeld (Benutzerdatenfeld) zu hinterlegen. So lassen sich im Berichtersteller Bewertungen zu einer Person schnell auch in Serie zusammenfassen.
Fazit: Wann lohnt sich eine Modulumfrage?
Modulumfragen sind besonders sinnvoll, wenn dieselben Teilnehmenden mehrere zusammengehörige Veranstaltungen, Module oder Programmpunkte bewerten sollen.
Sie verbinden zwei Ziele miteinander: Für Teilnehmende entsteht nur eine gemeinsame Befragung, während Verantwortliche weiterhin differenzierte Ergebnisse für einzelne Bestandteile erhalten.
Für Hochschulen, Weiterbildungsanbieter und andere Organisationen mit komplexeren Evaluationsstrukturen kann die Modulevaluation deshalb dazu beitragen, Befragungen übersichtlicher zu organisieren und Ergebnisse zielgerichteter bereitzustellen.
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